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Talsperre
Leibis/Lichte


Mit dem Bau der Trinkwassertalsperre Leibis/Lichte wurde vorerst die letzte bedeutende und
zweithöchste Staumauer in Deutschland errichtet.


Zweck

Die tägliche Rohwasserabgabe für etwa 100.000 Einwohner aus dem Raum Saalfeld, Rudolstadt und Pößneck kann gegenwärtig nur provisorisch aus der 1992 zur Nutzung in Betrieb genommenen Vorsperre Deesbach erfolgen. Über die Lichtestollen I und II mit insgesamt 11 km Länge wird das Wasser der Trinkwasseraufbereitungsanlage Zeigerheim zugeführt.

Vom Stauraum der Talsperre Leibis/Lichte werden ständig 5,6 Mio. m3
für den Hochwasserschutz freigehalten. Nebenher dienen zur Energie-erzeugung aus der Talsperre 2 Turbinen mit einer installierten Gesamtleistung von maximal 1 MW.


Zu Beginn der 90er Jahre wurde im Lichtetal die Talsperre Deesbach fertiggestellt. Dieser,bei Anglern sehr beliebter Speicher dient
als Vorstaubecken der Talsperre Leibis.
Die Planungen für dieses komplexe Vorhaben begannen in den 70er Jahren auf der Grundlage von Wasserbedarfsentwicklungen in Mittel-deutschland im Zusammenhang mit notwendigen Grundwasser-absenkungen der erweiterten Braunkohleförderung im Raum Halle-Leipzig.



Mit der politischen Wende änderte sich das Braunkohleförderkonzept, so dass die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt eigene Alternativen zur Trinkwasserversorgung nutzen konnten. Thüringen passte deshalb das Vorhaben auf das erforderliche Maß an. Es entfielen die Oelze- und Masse-Stollen als weitere Rohwasserbeileitungen, die Mauerhöhe wurde um 5 m reduziert und somit das Stauvolumen um ca. 20 % verringert.
Trotz dieser sinnvollen Anpassungen musste sich das Projekt einer öffentlich-demokratischen Auseinandersetzung stellen.
Der Genehmigungsprozess (Planfeststellung) war von vielen Klagen begleitet. Die entscheidende Klage eines Naturschutzverbandes zum Planfeststellungsbeschluss wurde am 17. Oktober 2001 vom Ver-waltungsgericht Gera abschlägig beschieden.
Damit war nach über 8 Jahren Genehmigungsdauer der Weg zur Fertigstellung des Talsperrensystems freigegeben. Die Grundsteinlegung zur Talsperre wurde am 6. September 2002 durch den Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Herrn Dr. Volker Sklenar, vorgenommen.




Weitere Infos, die Talsperre bei wikipedia !














 

 




Anreise mit der Deutschen Bahn